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Jahr nach dem Streik 1919 wurde die 48-Stunden Woche eingeführt und erst 1925
 
Jahr nach dem Streik 1919 wurde die 48-Stunden Woche eingeführt und erst 1925
entstand eine Verfassungsgrundlage für die heutige Altersversorgung.
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entstand eine Verfassungsgrundlage für die heutige Altersversorgung.<ref>https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/landesstreik-1918-stand-die-schweiz-am-rande-des-buergerkriegs </ref>
   
 
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Version vom 8. November 2018, 10:40 Uhr

"Armee als Brauchtum - und für den Fall, dass es zur grossen Pleite kommt. Weltweit. Das gab es in diesem Jahrhundert schon einmal. Wer zahlt die Pleite? Die Arbeitslosen und die Mieter, die auf die Strasse gehen, und die Rentner daheim oder der Grosse Bruder: Die Schweizerbanken? Die Armee wird zeigen, wer da Herr ist im Haus. Wie 1918."[1]

"Der Einsatz der Armee folgte nicht auf einen Akt der Gewalt, sondern auf einen Streik, der sich erst durch die bundesrätliche Provokation (als solche verstand die Arbeiterschaft das demonstrative Militär, Kavallerie mit blanken Säbeln etc.) zum Landesstreik ausweitete. Die Armee, mit einem Drittel ihres Bestandes eingesetzt, siegte binnen weniger Tage, ohne von den Handgranaten, die Oberstdivisionär Sonderegger zugebilligt hatte, Gebrauch machen zu müssen."[2]

Der Landesstreik von 1918 ist ein Generalstreik der vom 12. bis zum 14. November dauerte. Beteiligt waren über 250'000 Arbeiter und Gewerkschaftler. Der Landesstreik gilt als eine wichtige Auseinandersetzung der Schweizer Geschichte. [3]

Der Landesstreik von 1918 ist ein Generalstreik der vom 12. bis zum 14. November dauerte. Beteiligt waren über 250'000 Arbeiter und Gewerkschaftler. Der Landesstreik gilt als eine wichtige Auseinandersetzung der Schweizer Geschichte.

Der Bevölkerung in der Schweiz ging es während dem Krieg sehr schlecht, die Löhne wurden nicht gut bezahlt und die Mieten stiegen.

Im Februar 1918 wurde das Oltener Aktionskomitee gegründet, dessen Ziel es war die geplante Zivildienstpflicht zu bekämpfen.  Im November kam es dann zum Generalstreik.

Die Forderungen des Oltener Aktionskomitees waren:

Neuwahlen des Nationalrates, das Frauenstimmrecht, Arbeitspflicht, Beschränkung der Wochenarbeitszeit (48 Stunden), Reorganisation der Armee, Ausbau der Lebensmittelversorgung, Staatsmonopole für In- und Export, Tilgung der Staatsschulden und Invaliden und Altersversicherung  (auch auf S.68 im Buch)

Der damalige Bundespräsident Felix Calonder lehnte die Verhandlungen mit dem Aktionskomitee ab und setzt das Militär gegen die Protestanten ein, und die Soldaten schossen auf die Protestierenden. Man sagt, dass die Schweiz am Rand eines Bürgerkriegs stand.

Nach dem Streikabbruch wurden gegen ca. 3500 Strafverfahren eingeleitet.

Erst ein Jahr nach dem Streik 1919 wurde die 48-Stunden Woche eingeführt und erst 1925 entstand eine Verfassungsgrundlage für die heutige Altersversorgung.[4]

  1. Max Frisch: Schweiz ohne Armee? Ein Palaver. Suhrkamp: Frankfurt am Main 1992, S. 38.
  2. Max Frisch: Schweiz ohne Armee? Ein Palaver. Suhrkamp: Frankfurt am Main 1992, S. 69.
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Landesstreik
  4. https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/landesstreik-1918-stand-die-schweiz-am-rande-des-buergerkriegs
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