Max Frisch und die Schweiz ohne Armee Wiki
Advertisement

"Jetzt heisst er Lüthy, glaube ich." "Wer?" "Der den Feind ins Auge fasst. Auch wenn er sich in Zivil-Veston mit Krawatte zeigt: fast ein Augustus-Kopf wie auf römischen Münzen. Seine Antworten im Kichrenboten für den Kanton Zürich sind bündig." "Du liest den Kirchenboten?" "Er habe etwas Mühe mit der christlichen Ethik. Sagt er. Ethik ist nicht religionsgebunden, sagt er und er, Lüthy, zieht die Grenze der Verteidigung weit." [...] "Das sagt unser Generalstab-Chef?"[1]

Eugen Lüthy kam am 15 Juli 1927 in Mellingen auf die Welt und starb am 17 Dezember 1990 in Bern.

Lüthy war von 1986 bis 1990 Generalstabschef der Schweizer Armee. Durch Lüthys Leitung wurde die Schweizer Armee modernisiert und ihr Verteidigungspotenzial wurde durch die Anschaffung von Alarmregimenten, Truppen zum Schutz der Flughäfen, den Erwerb von Flugzeugen und auch die Einführung des Panzerjägers Piranha gesteigert.[2]

Er verfolgte auch konsequent das Ziel der Kriegstüchtigkeit. Er erhöhte die Kampfkraft mit schweren Minenwerfern, 6 cm-Werfern und persönlicher Ausrüstung. Damit hat er das Erscheinungsbild der Armee in den 90er Jahren deutlich geprägt.

Lüthy hat dem militärischem denken wichtige Impulse verliehen: Er hat das Operative Denken wieder bewusster werden lassen und er hat die Begriffe Strategie, Operationen und Taktik präzisiert und auf die Optionen der Bürger übertragen.

Durch Lüthy wurde die Armee gestärkt, modernisiert und durch taktisches und strategisches Denken verbesser. [3]

  1. Max Frisch: Schweiz ohne Armee? Ein Palaver. Suhrkamp: Frankfurt am Main 1992, S. 45f.
  2. http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D23991.php
  3. https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=asm-004:1989:155::1401
Advertisement