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"Dafür darf ja unsere Industrie etwas anderes exportieren und das schafft nochmals Arbeitsplätze. Musst du das nicht zugeben? Arbeitsplätze auch für Gastarbeiter. Ohne den Frieden zu gefährden, wie gesagt - "[1]

Max Frisch äussert sich im Vorwort des Buches „Siamo italiani- die Italiener“ über die Gastarbeiter. Er schreibt, dass es einfach zu viele sind, dass sie auffallen, dass sie anders sind. Er schreibt aus der Sicht des "Herrenvolkes", der Schweizer Regierung, der "wahren Schweizer". Damit möchte Max Frisch den Umgang mit den Gastarbeitern kritisieren. Er kritisiert wie "Fremde" in der Schweiz von den "Schweizern" behandelt werden.

Lange wurden die Überfremdungsinitiativen in der Schweiz vom Volk abgelehnt. 2014 wurde dann schliesslich die Initiative SVP "Gegen Masseneinwanderung" vom Volk angenommen. Dies leitete zur Wiedereinführung von Kontingenten für Einwanderer.

Ein Gastarbeiter ist ein Arbeiter, der in einem für ihn fremden Land arbeitet. Überfremdung heisst so viel wie, dass in einem Land zu viele Ausländer leben.
  1. Max Frisch: Schweiz ohne Armee? Ein Palaver. Suhrkamp: Frankfurt am Main 1992, S. 10

Matthias Daum: "Ein kleines Herrenvolk sieht sich in Gefahr". 31.10.18: https://www.zeit.de/2014/07/schweiz-volksabstimmung-masseneinwanderung-max-frisch

Mely Kiyak: "Wie Menschen, nur anders"; 07.11.18: https://www.zeit.de/kultur/2016-06/max-frisch-norbert-bluem-fluechtlinge-kiyaks-deutschstunde

Andrea Tognina: "Zwischen Arbeitskräftemangel und Fremdenangst"; 07.11.18: https://www.swissinfo.ch/ger/schweiz-italien_zwischen-arbeitskraeftemangel-und-fremdenangst/38083426

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